Laser-Ätzung auf Glas

Laser-Kennzeichnungslösungen zum permanenten Bedrucken von Glas

Die Kennzeichnung per Laser ist eine weitere Lösung für das Bedrucken von Glas, die permanente, hochauflösende Kennzeichnungen auf nahezu jeder Glasfarbe und -art erzeugt. Die permanenten Kennzeichnungen sind vor Manipulationen durch unbefugte Kanäle geschützt. Außerdem ermöglichen die hochwertigen Ergebnisse eine klare Kennzeichnung und können das Vertrauen von Kunden in die Marke stärken.

Wenn ein Laser eine Kennzeichnung auf eine Kunststoffoberfläche aufbringt, wird das Kunststoffmaterial mit hoher Hitze geschmolzen und ein Teil davon abgetragen (entfernt), um eine Markierung auf der Oberfläche zu hinterlassen. Durch diese Veränderung der Oberfläche hinterlässt der Laser eine beständigere Kennzeichnung als beim Bedrucken. Eine gedruckte Kennzeichnung kann sich verändern, wenn sie auf die Oberfläche einer nassen Flasche aufgebracht wird. Außerdem kann es passieren, dass sie bei der Weiterverarbeitung abgewaschen oder durch Reibung beschädigt wird.

Wenn ein Laserstrahl auf Glas trifft, sieht das Ergebnis ganz anders aus: Das Glas „bricht“. Bei sehr schneller Erhitzung der aus natürlichen Körnchen und kristallinen Strukturen bestehenden Oberfläche löst sich ein mikroskopisch kleiner Splitter von der Oberfläche, da sich der erhitzte Bereich relativ zu seiner Umgebung rasch ausdehnt. Auf diese Weise können Laser zum Ätzen oder Gravieren von Glas verwendet werden. Und wenn Leistung, Geschwindigkeit und Fokus präzise gesteuert werden, lassen sich damit hervorragende Ergebnisse erzielen.

Mit diesem Verfahren können Glasflaschen und -fläschchen sowie Gläser mithilfe von Lasern gekennzeichnet werden, um Seriennummern, interne Nachverfolgungscodes und alphanumerische Informationen zur Rückverfolgbarkeit auf Klar- oder Buntglas aufzubringen. Dies ist insbesondere in Verarbeitungsbetrieben mit hoher Feuchtigkeit, die zur Ablösung von Etiketten sowie zum Verlaufen von Tinte führen kann, sowie in Betrieben von Vorteil, in denen gedruckte Kennzeichnungen bei der Weiterverarbeitung unter Umständen abgenutzt oder verwischt werden.

Die Abtragung, die durch den Laserprozess auf Glas erreicht wird, bietet zwar optische Konsistenz bei alphanumerischen Kennzeichnungen, eignet sich aber nicht für größere Flächen, die für komplexere Abbildungen wie etwa 2D-Codes erforderlich sind. Darüber hinaus wird auch ein System zur Beseitigung der abgelösten Glassplitter benötigt, um sicherzustellen, dass der Laserstrahl ungehindert weitere Zeichen aufbringen kann.

Ein gutes Beispiel für die Entwicklung der Laser-Ätzung auf Glas zu einer Industrienorm ist die Produktionslinie. Bei diesem speziellen Setup wird der Laserstrahl im System auf einen rotierenden oder vibrierenden Spiegel gerichtet. Der Spiegel bewegt sich so, dass Zahlen und Buchstaben auf die zu kennzeichnende Oberfläche gezeichnet werden. Dadurch können insbesondere Produkte, die beispielsweise eine Produktionslinie in einem Pharmaunternehmen, einem Lebensmittelbetrieb oder einer Getränkeabfüllanlage durchlaufen, mit Datumsangaben, Mindesthaltbarkeitsdaten und Losnummern versehen werden. Mit der Laser-Ätzung lassen sich Glasflaschen kennzeichnen, während sie in Bewegung sind. Der Ort, an dem die Kennzeichnung erfolgt, wird als „Kennzeichnungslaserstation“ bezeichnet. Eine solche Station ist häufig in Verpackungs- und Abfüllbetrieben zu finden. Angesichts immer schnellerer Produktionslinien haben Laser-Ätzsysteme dank ihrer Geschwindigkeit viele ältere und langsamere Technologien zur Kennzeichnung von Glas wie etwa Heißprägen und Tampondruck abgelöst.

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